Guinea-Bissaus Flagge Guinea-Bissau

Schule in Guinea-Bissau

Sie freut sich, weil sie zur Schule gehen darf![ © Quelle: pixabay.com ]
Mädchen aus Guinea-Bissau
Das ist ein Foto von 1974. Damals gab es noch mehr Schulen unter freiem Himmel und noch viel weniger Kinder gingen überhaupt in die Schule.
Schule in GUinea-Bissau 1974

In Guinea-Bissau werden die Kinder mit sieben Jahren eingeschult. Es besteht Schulpflicht, allerdings scheint nicht klar, bis zu welchem Alter. Laut Gesetz besteht Schulpflicht bis zur 9. Klasse, die Regierung gab gegenüber der UNESCO ein Alter von 13 Jahren an, zu dem sie endet.

Jedoch werden erst gar nicht alle Kinder eingeschult und nur 33 von 100 Jungen sowie 26 von 100 Mädchen beenden die Grundschule. Manchmal müssen die Eltern Schulgeld bezahlen, obwohl es offiziell nichts kostet, die Schule zu besuchen. Anderen Eltern fehlt allein das Geld, um Schulhefte oder Stifte bezahlen zu können.

Manchmal werden die Kinder auch gezwungen, Geld zu verdienen statt zur Schule zu gehen. Die Zahl der arbeitenden Kinder ist in Guinea-Bissau besonders hoch. Auf dem Land fehlen zudem Schulen, manchmal wäre der Schulweg einfach zu weit, um überhaupt eine Schule besuchen zu können.

Weil viele Kinder nicht zur Schule gehen, gibt es eine hohe Zahl an Menschen, die nicht lesen und schreiben können. Sie sind Analphabeten. Bei den 15- bis 24-jährigen können 29 Prozent der Jungen und 50 Prozent der Mädchen nicht lesen. Nimmt man alle Erwachsenen zusammen, beträgt die Zahl der Analphabeten 40 Prozent.

Ein Problem ist auch, dass viele Lehrer nur schlecht ausgebildet sind. Manchmal erhalten sie ihr Gehalt nicht.

Nur 20 von 100 Jungen und 14 von 100 Mädchen beenden die weiterführende Schule. Nach drei Jahren kann man einen mittleren Abschluss erhalten, nach sechs Jahren das Abitur ablegen und studieren.

letzte Aktualisierung am 04.05.2020