Äthiopiens Flagge Äthiopien

Viele Kinder

In Äthiopien - wie in vielen anderen afrikanischen Ländern - ist die Geburtenrate hoch. So nennt man das, wenn eine Frau viele Kinder bekommt. Es gibt anders als bei uns keine Rentenversicherung oder Krankenversicherung. Wer alt oder krank wird, muss sich darauf verlassen können, dass jemand die Versorgung übernimmt.

Das sind dann eben die Kinder, die Eltern im Laufe ihres Lebens bekommen haben. Und da viele Kinder auch schon sehr früh sterben, bekommen die Frauen viele Kinder, damit davon einige überleben können. Doch dieser Kinderreichtum führt viele Menschen gleichzeitig in die Armut.

Frühe Ehen

In Äthiopien müssen Mädchen oft schon sehr jung heiraten. Sie sind erst 15 Jahre alt und gehen eine Ehe ein. Warum lassen die Eltern das zu?

Viele Äthiopier sind sehr arm und haben so viele Kinder zu ernähren, dass sie froh sind, eine Tochter jetzt von einem Mann versorgt zu sehen. Oft gibt es ja in der Familie noch mehrere jüngere Kinder, die auch gleichzeitig zu versorgen sind. Und eine verheiratete Tochter kostet die Familie nichts mehr.

Das ist schlimm, denn die Rechte der Kinder werden so nicht gewahrt. Bis zum Alter von 18 Jahren dürften Mädchen eigentlich gar nicht heiraten. Gefährlich wird das vor allem, wenn sie sehr früh Kinder bekommen. Bei jungen Mädchen ist das Risiko, bei der Geburt zu sterben, sehr viel höher als bei erwachsenen Frauen. Auch die Überlebenschancen der Kinder liegen niedriger.

Kinder in Äthiopien:

Aidswaisen

Auch in Äthiopien leben viele Waisenkinder, die ihre Eltern aufgrund der Krankheit Aids verloren haben. So leben viele Kinder auch auf der Straße und sind dort Gefahren durch Übergriffe ausgesetzt.

Kinderarbeit ist weit verbreitet. So arbeiten viele Kinder in der Landwirtschaft, um ihren Eltern zu helfen, aber auch als Straßenkinder in den großen Städten. Hier kümmert sich keiner um sie. Sie müssen selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen und die älteren Geschwister manchmal auch noch die jüngeren irgendwie durchbringen.

letzte Aktualisierung am 23.12.2020