Kosovo - Trachten
Schon gewusst?
Der Plis ist eine weiße Filzkappe, die traditionell von albanischen Männern getragen wird. Je nach Region kann ihre Form etwas unterschiedlich aussehen. Früher gehörte sie zur Alltagskleidung, heute wird sie vor allem bei Festen und traditionellen Veranstaltungen getragen.
Wie sehen Volkstrachten im Kosovo aus?
Im Kosovo gibt es viele verschiedene Volkstrachten. Sie unterscheiden sich je nach Region, Herkunft und Bevölkerungsgruppe. Besonders bekannt sind die traditionellen Trachten der Kosovo-Albanerinnen und Kosovo-Albaner. Auch die serbische Bevölkerung besitzt eigene regionale Trachten.
Typisch für viele Frauenkleider sind lange weiße Hemden, bestickte Westen, Schürzen und Tücher. Die Kleidung wurde häufig mit bunten Stickereien, geometrischen Mustern sowie Pflanzen- und Tiermotiven verziert. Auch Schmuck aus Silber oder Gold gehörte bei festlichen Trachten dazu.
Eine spezielle Volkstracht im Kodsovo: die Xhubieta
Eine besondere Form ist die Xhubleta, ein glockenförmiger Rock aus festem Stoff. Sie stammt vor allem aus den Hochlandgebieten Nordalbaniens und wurde auch in der kosovarischen Region Rugova getragen. Die Herstellung einer Xhubleta ist sehr aufwendig. Seit 2022 steht das Wissen über ihre Herstellung auf einer UNESCO-Liste für besonders schützenswertes Kulturerbe.
Welche Volkstrachten tragen Männer im Kosovo?
Männer trugen traditionell häufig den weißen Plis, eine runde Kappe aus Filz oder Wolle. Dazu kamen weiße Wollhosen, die Tirqe genannt werden, Westen und breite Gürtel. Eine weitere traditionelle Kleidung war die Fustanella, ein weiter, gefalteter Männerrock. An den Füßen trug man oft Opinga, Schuhe aus Leder.
Die Trachten zeigten früher häufig, aus welcher Gegend jemand kam. Bestimmte Farben, Stickereien oder Schmuckstücke konnten außerdem Hinweise auf Alter, Familienstand oder Wohlstand geben.
Heute werden traditionelle Trachten im Kosovo normalerweise nicht mehr im Alltag getragen. Zu Hochzeiten, Volksfesten, Tanzaufführungen oder anderen besonderen Feiern sind sie aber weiterhin zu sehen. So bleiben alte Handwerkstechniken und regionale Traditionen erhalten.