Deutschland - Sachsen - Flüsse in Sachsen
Flüsse in Sachsen - Übersicht und wichtigste Gewässer
In Sachsen gibt es viele Flüsse und Bäche. Sie prägen die Landschaft, versorgen Menschen, Tiere und Pflanzen mit Wasser und waren früher wichtige Wege für Handel und Reisen. Manche Flüsse fließen nur durch Sachsen, andere kommen aus einem Nachbarland oder fließen weiter in ein anderes Bundesland.
Der bekannteste Fluss in Sachsen ist die Elbe. Weitere wichtige Flüsse sind die Weiße Elster, die Mulde, die Spree und die Lausitzer Neiße.
Die Elbe – Sachsens bedeutendster Fluss
Die Elbe ist der bedeutendste Fluss Sachsens. Sie kommt aus Tschechien und fließt von Südosten nach Nordwesten durch den Freistaat. Dabei kommt sie an mehreren bekannten Orten vorbei, zum Beispiel an Pirna, Dresden und Meißen.
Besonders schön ist die Elbe im Elbsandsteingebirge. Dort fließt sie zwischen hohen Felsen hindurch. Auch Dresden ist stark mit der Elbe verbunden. Die Stadt wird manchmal „Elbflorenz“ genannt. Damit meint man, dass Dresden eine besonders schöne Stadt mit vielen Kunstschätzen und Bauwerken ist.
Die Elbe ist auch für die Schifffahrt wichtig. Auf ihr fahren Ausflugsschiffe, zum Beispiel in Dresden und in der Sächsischen Schweiz. Sie ist die wichtigste schiffbare Wasserstraße Sachsens.
Die Weiße Elster – ein Fluss mit einem besonderen Namen
Bei dem Namen „Weiße Elster“ denken viele zuerst an einen Vogel. Gemeint ist aber ein Fluss. Die Weiße Elster ist einer der wichtigen Flüsse Sachsens. Sie entspringt in Tschechien und fließt durch das Vogtland. In Sachsen kommt sie unter anderem durch Plauen und Leipzig.
Zwischen Plauen und Leipzig verlässt die Weiße Elster Sachsen zeitweise und fließt durch Thüringen und Sachsen-Anhalt. Später mündet sie in die Saale.
An der Weißen Elster liegt auch die Elstertalbrücke. Sie ist eine sehr große Eisenbahnbrücke aus Ziegelsteinen und gehört zu den bekanntesten Brücken im Vogtland.
Die Mulde - wasserreiches Flussystem in Sachsen
Auch die Mulde gehört zu den wichtigen Flüssen Sachsens. Sie entsteht aus zwei Flüssen: der Zwickauer Mulde und der Freiberger Mulde. Diese beiden Flüsse vereinigen sich bei Sermuth, in der Nähe von Grimma. Von dort fließt die Vereinigte Mulde weiter nach Sachsen-Anhalt und mündet bei Dessau in die Elbe.
Der Name „Mulde“ hängt wahrscheinlich mit einem alten Wort für „wasserreich“ zusammen. Das passt gut, denn die Mulde führt viel Wasser. Früher siedelten viele Menschen an ihren Ufern. Dort entstanden Orte, Mühlen und später auch Bergbau und Industrie.
Lange Zeit wurde das Wasser der Mulde stark verschmutzt. Heute ist die Wasserqualität besser geworden, weil Abwässer gereinigt werden und viele Betriebe sauberer arbeiten müssen.
Die Spree - ein Fluss beginnt in Sachsen
Die Spree kennst du vielleicht aus Berlin. Doch ihre Quellen liegen in Sachsen, genauer gesagt in der Oberlausitz. Die Spree hat sogar drei Quellen. Sie liegen am Kottmar und in Ebersbach-Neugersdorf.
Von dort fließt die Spree durch Sachsen, Brandenburg und Berlin. Später mündet sie in die Havel. Bekannt ist die Spree auch, weil sie durch den Spreewald fließt. Dort verzweigt sie sich in viele kleine Wasserläufe.
Riesen, Pfeile und Untertanen: Der Mythos zu den Quellen der Spree
Menschen aus der Oberlausitz erzählen sich eine tollkühne Geschichte darüber, warum die Spree aus drei verschiedenen Quellen entspringt.
Ein Riese namens Sprejnik, der vor langer, langer Zeit die Region zwischen Bausitz und dem Oberlausitzer Bergland beherrscht haben soll, baute sich einen Bogen und schnitzte sich Pfeile, um sein Land zu beschützen. Da er testen wollte, wie weit seine Pfeile fliegen können, schoss er einige in Richtung Südosten. Seine Untergebenen suchten die Pfeile und fanden sie auch in einem Tal. Da sie tief im Boden steckten, konnten sie nicht herausgezogen werden. Stattdessen mussten die Menschen sie ausgraben. Die Legende besagt, dass aus dreien dieser Löcher frisches Wasser zum Vorschein kam. Die Untertanen Sprejniks waren so dankbar für ihre neuen Quellen, dass sie dem Fluss der aus ihnen hervorging nach ihrem Herrscher Sprejnik benannten. Der Name Spree war geboren.
Die Lausitzer Neiße – Grenzfluss zu Polen
Die Lausitzer Neiße bildet im Osten Sachsens ein Stück der Grenze zu Polen. Oft sagt man auch einfach Neiße. Sie entspringt in Tschechien und fließt dann an Städten wie Zittau und Görlitz vorbei.
Später mündet die Lausitzer Neiße in die Oder. Weil sie an der Grenze entlangfließt, verbindet sie Landschaften und Städte auf beiden Seiten: in Deutschland und in Polen.
Flüsse in Sachsen – wichtig für Natur und Menschen
Flüsse sind für Sachsen sehr wichtig. Sie liefern Wasser, schaffen Lebensräume für Tiere und Pflanzen und prägen viele Landschaften. An Flüssen kann man spazieren gehen, Rad fahren oder Tiere beobachten.
Flüsse können aber auch gefährlich werden, wenn sie bei starkem Regen Hochwasser führen. Deshalb gibt es in Sachsen Deiche, Talsperren und Hochwasserwarnungen. So sollen Menschen, Orte und Landschaften besser geschützt werden.




