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Madrasas

In Pakistan gibt es schätzungsweise über 30.000 Madrasas.. Viele von ihnen sind offiziell registriert. Die Regierung bemüht sich seit einigen Jahren, religiöse Schulen stärker in das staatliche Bildungssystem einzubinden.

Religionsschulen in Pakistan

Neben staatlichen Schulen und Privatschulen gibt es in Pakistan auch sogenannte Madrasas. Das sind muslimische Religionsschulen. Dort lernen Kinder vor allem etwas über den Islam, den Koran und religiöse Regeln.

Viele Eltern schicken ihre Kinder dorthin, weil der Unterricht oft kostenlos ist. Manche Madrasas bieten sogar Essen und Unterkunft an. Für arme Familien ist das eine große Hilfe.

Was lernen Kinder in einer Madrasa?

In vielen Madrasas lernen die Kinder nicht nur religiöse Inhalte, sondern auch Lesen, Schreiben und Rechnen. Allerdings unterscheidet sich der Unterricht je nach Schule stark. Manche Schulen unterrichten zusätzlich moderne Fächer, andere konzentrieren sich fast nur auf Religion.

Der Staat versucht seit einigen Jahren, mehr Kontrolle und einheitliche Lehrpläne einzuführen. Ziel ist es, dass alle Kinder – egal welche Schule sie besuchen – auch wichtige Grundkenntnisse erwerben.

Kritik und Sorgen

Einige Madrasas stehen in der Kritik. Es gibt die Sorge, dass wenige von ihnen sehr strenge religiöse Ansichten vermitteln und Jugendliche dadurch radikal beeinflusst werden könnten. Besonders in Grenzregionen zu Afghanistan war das in der Vergangenheit ein Problem.

Wichtig ist aber: Die meisten Religionsschulen sind keine Extremistenschulen. Viele Familien wählen sie aus praktischen Gründen – nicht aus politischen.

Schulkinder in Pakistan

letzte Aktualisierung am 11.02.2026