Myanmars Flagge Myanmar

Einbeinruderer in Myanmar auf dem Inle-See

Der Inle-See ist der bekannteste See in Myanmar. Der See stellt eine wichtige Nahrungsquelle für die Bewohner dar. In den umliegenden Dörfern leben viele vom Fischfang. Die Art, wie die Menschen am Inle-See fischen, ist allerdings ein bisschen anders, als du das vielleicht kennst. Die Fischer halten das Ruder in einer Hand und stützen es mit einem Bein, um mit der anderen Hand, die Netze für den Fischfang halten zu können. Hier harren sie oft viele Stunden des Tages aus. Das ist gar nicht so einfach. Du kannst es ja mal versuchen, vielleicht erst einmal als "Trockenübung" auf dem Boden.

In diesem kleinen Video siehst du einen Fischer mit der traditionellen Rudertechnik.

So sieht es aus, wenn ein Einbeinruderer auf dem See fischt.[ © Dan Lundberg / CC BY-SA 2.0 ]
Einbeinruderer in Myanmar
Die Technik wurde schon zu einer Art Mannschaftssport.[ © Mark Fischer / CC BY-SA 2.0 ]
Einbeinruderer in Myanmar
Hier siehst du nochmal ganz genau, wie die Einbeinruderer ihr Ruder halten.[ © Michael Coghlan / CC BY-SA 2.0 ]
Einbeinruderer in Myanmar
Der kleine Junge wird von seinem großen Bruder bei der Novizen-Parade begleitet. Das ist ein Fest für Kinder, die bald Mönche werden. Auch hier darf der Schirm nicht fehlen. [ © Guillén Pérez / CC BY-ND 2.0 ]
Kinder mit Schirm

Myanmars besondere Schirme

Die Lieblingsmitbringsel aller Touristen aus Myanmar sind Schirme, die dort immer noch handgefertigt und von Generation zu Generation weitergegeben werden. Vor allem im Ayeyarwady-Delta (der Ayeyarwady ist der große Fluss, der durch Myanmar fließt) werden traditionell Schirme aus Bambus hergestellt. Man pflegt dort diese Tradition noch heute.

Hier helfen alle mit, die ganze Familie ist an der Schirmproduktion beteiligt. Jeder handbemalte Schirm ist ein Unikat, also ein Einzelstück, das keinem anderen genau gleicht. Das macht die Schirme so besonders. Jeder Künstler hat auch sein eigenes Muster.

Herstellung der Schirme

Der Rahmen eines Schirms wird aus Bambus geflochten und mit einem Baumwolltuch oder auch mit Papier bespannt. Man bemalt sie mit unterschiedlichen Farben und Mustern. Am Ende werden die Schirme mit einem Lack versiegelt. Der besteht aus dem Saft der Dattelpflaumen und lässt die Schirme so schön glänzen.

Kein Regen-, sondern ein Sonnenschirm

Das Flechten des Schirms ist gar nicht so einfach, denn der Bambus, der verarbeitet wird, darf weder zu biegsam noch zu hart sein. Eigentlich müsste man die Bambuspflanze eine längere Zeit in Ruhe wachsen und vor allem dann trocknen lassen, aber aufgrund der großen Nachfrage wird der Bambus oft zu früh geerntet. Darunter leidet dann natürlich die Qualität der Schirme. Weil Touristen sie so gerne kaufen, werden inzwischen auch billige Schirme aus Plastik verkauft. Aber die schönen und traditionellen werden immer noch in Handarbeit hergestellt. Wer sich einen mitnimmt, sollte bedenken, dass diese Schirme sich nur sehr bedingt als Regenschirme eignen, das würden sie nicht lange aushalten. Als Sonnenschirme sind sie aber sehr praktisch und ein nettes Mitbringsel. 

Diese beiden stellen die traditionellen Schirme her.[ © Brian Holsclaw / CC BY-ND 2.0 ]
Herstellung von Schirmen, Myanmar
So sieht das "Gerüst" des Schirms aus.[ © Anthony Tong Lee / CC BY-ND 2.0 ]
Schirm, Myanmar
Die Herstellung erfordert echtes Fingerspitzengefühl.[ © Brian Holsclaw / CC BY-ND 2.0 ]
Schirmherstellung in Myanmar
letzte Aktualisierung am 15.05.2017