Laoss Flagge Laos

Was bedeutet mangelernährt?

Mangelernährt bedeutet, dass ein Mensch nicht genug wichtige Nährstoffe bekommt, die der Körper braucht, um gesund zu bleiben und sich gut zu entwickeln. Das kann passieren, wenn jemand zu wenig isst oder sich sehr einseitig ernährt – also zum Beispiel kaum Obst, Gemüse oder Eiweiß bekommt. Kinder, die mangelernährt sind, wachsen oft langsamer, sind häufiger krank und haben weniger Energie zum Spielen und Lernen.

Wie viele Kinder leben in Laos?

In Laos leben etwa 2,3 Millionen Kinder unter 15 Jahren und vielen Kindern geht es schlecht. Ein Drittel der Kinder, die jünger als fünf Jahre ist, bekommt zu wenig zu essen. 21 von 100 Kindern wiegen zu wenig und 1 von 10 Kindern ist mangelernährt.

Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren müssen arbeiten. Die genaue Zahl kennen wir hier nicht. Vor allem in den Gegenden auf dem Land ist es üblich, dass Kinder arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen. Viele Familien leben in Armut. 

Manchmal verlassen Eltern ihre Kinder, um in die Nachbarländer wie Thailand zu ziehen und dort Arbeit zu finden. Die Kinder bleiben oft bei Verwandten, im schlimmsten Fall auch alleine zurück. So gehen diese Kinder nicht zur Schule. Sie müssen betteln, stehlen und verkaufen, was sie finden können, auf den Straßen.

Krankheiten und ein Leben auf der Straße

Vor allem auf dem Land mangelt es oft an sauberem Trinkwasser. Wie viele Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, wissen wir nicht genau. Auch hier die Probleme auf dem Land größer als in den städtischen Gebieten. In den größeren Städten, die in Laos auch gar nicht so groß sind, ist die Situation etwas besser. Viele Säuglinge sterben schon als kleine Kinder, an Krankheiten oder weil sie nicht genug zu essen bekommen. Besonders leiden in Laos die Kinder, die in den Bergregionen leben. Diese sind oft abgeschottet. Wenn diese Kinder aber in Stadt kommen, haben sie hier auch wieder Probleme, weil sie meist die Sprache nicht sprechen, nur ihren eigenen Dialekt beherrschen und ohne gute Schulausbildung keine Arbeit finden. So landen sie wieder auf der Straße.

Woher kommen die Streubomben?

Streubomben sind große Bomben, in denen viele kleine Bomben stecken. Wenn sie abgeworfen werden, sollen sich diese kleinen Bomben verteilen und explodieren. Doch viele davon explodieren nicht sofort und bleiben gefährlich im Boden liegen – oft über viele Jahre. Besonders Kinder sind in Gefahr, weil sie die kleinen Bomben manchmal für Spielzeug halten.

Streubomben und Kriegshintergrund

In Laos liegen noch Bomben herum. Sie liegen einfach so irgendwo im Wald oder am Rand der Straße, wo genau weiß keiner so genau. Jederzeit kann man auf eine der 80 Millionen Streubomben (diese Zahl ist geschätzt) treffen. Streubomben sind Bomben, die bei ihrem Abwurf nicht zündeten. Manchmal ist die Bombe kaputt und zündet nicht, manchmal zündet sie doch, wenn sie jemand berührt. Und das passiert in Laos noch heute. Nicht selten sind es Kinder, denen das passiert. Sie verlieren einen Arm oder ein Bein und im schlimmsten Fall überleben sie die Explosion nicht.

Warum gibt es in Laos so viele Streubomben?

Die Streubomben wurden während des Krieges gegen Vietnam über Laos abgeworfen (schaue auch bei Geschichte und Politik nach). In einer Streubombe sind ganz viele kleine Bomben bzw. Sprengkörper, die nach dem Aufprall auf dem Boden explodieren oder eben auch nicht explodieren. Wenn sie nicht explodieren, enthalten sie trotzdem Munition. Deshalb sind sie auch nach vielen Jahren immer noch sehr gefährlich.

letzte Aktualisierung am 01.09.2023