Laoss Flagge Laos

Viele Kinder müssen schon früh sehr hart arbeiten, um zu überleben.[ © M M / CC BY-SA 2.0 ]
Kinderarbeiter in Laos

Kinderarmut

In Laos leben fast drei Millionen Kinder und vielen Kindern geht es schlecht. Die Hälfte der Kinder, die jünger als fünf Jahre ist, bekommt zu wenig zu essen, ist also mangelernährt. Elf von 100 Kindern im Alter zwischen fünf und 14 Jahren müssen arbeiten. Viele Familien leben in Armut. Manchmal verlassen Eltern auch ihre Kinder, um in die Nachbarländer wie Thailand zu ziehen und dort Arbeit zu finden. Die Kinder bleiben oft bei Verwandten, im schlimmsten Fall auch alleine zurück. So gehen sie nicht zur Schule, betteln, stehlen und verkaufen, was sie finden können, auf den Straßen.

Straßenkinder sind oftmals völlig auf sich selbst gestellt.[ © Matt Wakeman / CC BY 2.0 ]
Straßenkinder, Laos

Krankheiten und ein Leben auf der Straße

Vor allem auf dem Land mangelt es oft an sauberem Trinkwasser, nur 50 von 100 Menschen haben dazu überhaupt Zugang. In den größeren Städten, die in Laos auch gar nicht so groß sind, ist die Situation etwas besser. Viele Säuglinge sterben schon als kleine Kinder, an Krankheiten oder weil sie nicht genug zu essen bekommen. Besonders leiden in Laos die Kinder, die in den Bergregionen leben. Diese sind oft abgeschottet. Wenn diese Kinder aber in Stadt kommen, haben sie hier auch wieder Probleme, weil sie meist die Sprache nicht sprechen, nur ihren eigenen Dialekt beherrschen und ohne gute Schulausbildung keine Arbeit finden. So landen sie wieder auf der Straße.

Vor allem Kinder, die draußen spielen, sind von den Streubomben gefährdet![ © Thierry Leclerc / CC BY-ND 2.0 ]
Mädchen, Laos

Achtung: Sprengsätze!

In Laos liegen noch Bomben herum. Sie liegen einfach so irgendwo im Wald oder am Rand der Straße, wo genau weiß keiner so genau. Jederzeit kann man auf eine der zwölf bis 70 Millionen Streubomben treffen, Bomben, die bei ihrem Abwurf nicht zündeten. Manchmal ist sie kaputt und zündet nicht, manchmal zündet sie doch, wenn sie jemand berührt. Und das passiert in Laos noch heute. Nicht selten sind es Kinder, denen das passiert. Sie verlieren einen Arm oder ein Bein und im schlimmsten Fall überleben sie die Explosion nicht.

Woher kommen die Streubomben?

Die Streubomben wurden während des Krieges gegen Vietnam über Laos abgeworfen (schaue auch bei Geschichte und Politik nach). In einer Streubombe sind ganz viele kleine Bomben bzw. Sprengkörper, die nach dem Aufprall auf dem Boden explodieren oder eben auch nicht explodieren. Wenn sie nicht explodieren, enthalten sie trotzdem Munition. Deshalb sind sie auch nach vielen Jahren immer noch sehr gefährlich.

Laotische Kinder

letzte Aktualisierung am 13.10.2020