Eswatini
Wer lebt in Eswatini?
90 von 100 Bewohnern von Eswatini gehören zum Bantuvolk der Swasi. Manchmal schreibt man sie auch Swazi. Es leben als Minderheiten aber auch Sotho, Zulu, Tsonga, Nachfahren der europäischen Siedler und Coloured dort. So nennt man wie in Südafrika Menschen mit einem schwarzen und einem weißen Elternteil bzw. ihre Nachfahren. 97 von 100 Menschen in Eswatini haben eine schwarze Hautfarbe und drei von 100 sind weiß.
Die meisten Bewohner sind Christen, nämlich etwa 90 von 100. Davon zählt der größere Teil zu den Protestanten. Die restliche Bevölkerung lebt noch ihren traditionellen afrikanischen Glauben. Viele Menschen verbinden die alten und neueren Religionsvorstellungen miteinander.
Was spricht man in Eswatini -Swasiland?
Die Amtssprachen des Landes sind Englisch und Siswati. Das ist eine von vielen Bantusprachen. Sie ist die Sprache der Swasi. Die Sprachen der Zulu und Xhosa sind Siswati so ähnlich, dass sich ihre Sprecher verständigen können.
Viele Leute sprechen daneben aber auch Englisch. Die Minderheiten sprechen ihre eigenen Sprachen.
Die Menschen in Eswatini
Viele Menschen leben in Eswatini noch sehr traditionell, besonders auf dem Land. Sie pflegen die alten Sitten und Bräuche. Jeder vierte Einwohner ist laut Statistiken auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen und kann sich nicht selbst ernähren. Eswatini gehört auch zu den ärmsten Ländern der Welt. Aktuellen Schätzungen zufolge leben von 100 Menschen etwa 85 unterhalb der Armutsgrenze. Viele Menschen in Eswatini sind arbeitslos und vor allem bei den Jugendlichen ist die Arbeitslosigkeit hoch. Etwa 34 von 100 Menschen in Eswatini haben keine Arbeit, unter den Jugendlichen ist der Anteil noch größer.
Die Lebenserwartung in Eswatini ist niedrig und liegt im Schnitt etwa bei 62 Jahren. Sie hat sich in den letzten Jahren schon erhöht, ist aber weiterhin eine der niedrigsten weltweit. Leider gehört Eswatini auch zu den Ländern mit höchsten Aidsrate weltweit. Etwa ein Viertel der Erwachsenen ist mit dem Hi-Virus infiziert. Auch schwangere Frauen sind häufig infiziert und die Gefahr, dass sie diese lebensgefährliche Krankheit an ihre Babys übertragen, ist leider sehr groß.
Ein weiteres Problem ist, dass viele Menschen in Eswatini an Tuberkulose erkranken. Jedes Jahr erkranken dort viel mehr Menschen an Tuberkulose als in den meisten anderen Ländern, vor allem weil viele Menschen auch mit HIV leben. Eine Frau bringt in Swasiland im Schnitt 3 Kinder zur Welt, allerdings sterben 35 von 1000 Babys schon innerhalb ihres ersten Lebensjahres (bei uns: 3). Insgesamt hat sich die medizinische Versorgung in den letzten Jahren verbessert, aber viele Kinder und Familien brauchen weiterhin Hilfe, um gesund aufwachsen und leben zu können.
