Mongoleis Flagge Mongolei

Arbeit in den Goldminen der Mongolei

Wie in vielen Ländern der Welt gibt es auch in der Mongolei Kinderarbeit. Besonders betroffen sind arme Familien, vor allem auf dem Land. Früher arbeiteten sehr viele Kinder in den Goldminen des Landes. Das ist heute weniger als noch vor 15 bis 20 Jahren, aber das Problem ist nicht verschwunden.

Nach Schätzungen von Hilfsorganisationen arbeiten noch immer tausende Kinder in gefährlichen Bereichen, darunter auch im informellen Goldabbau (aktualisiert 2025). Genau weiß man es nicht, weil viele dieser Minen illegal sind und die arbeitenden Kinder nirgendwo registriert werden.

Die Arbeit ist sehr hart und gefährlich. Kinder schleppen schwere Säcke mit Erde und Wasser, graben tiefe Gruben oder waschen Gold aus dem Sand. Dabei kommen manchmal giftige Stoffe wie Quecksilber zum Einsatz. Diese können eingeatmet werden oder ins Wasser gelangen und machen krank. Außerdem sind die Gruben oft schlecht gesichert, sodass es immer wieder zu Unfällen kommt.

Wusstest du schon?

Die mongolische Regierung arbeitet gemeinsam mit Hilfsorganisationen daran, Kinderarbeit zu verringern. Es gibt strengere Gesetze, mehr Kontrollen und Programme, die Familien unterstützen sollen, damit Kinder zur Schule gehen können statt zu arbeiten.

Kinderarbeit außerhalb der Minen

Vor allem auf dem Land ist es noch immer üblich, dass Kinder in der Familie mitarbeiten. Viele helfen in der Landwirtschaft, hüten Tiere oder arbeiten auf Märkten. Andere Kinder arbeiten als Hausangestellte, verkaufen Waren auf der Straße oder müssen betteln.

Schwere Formen von Ausbeutung wie Kinderprostitution und Kinderhandel kommen ebenfalls vor. Die Mongolei liegt zwischen großen Ländern wie Russland und China und gilt deshalb leider auch als Durchgangsland für Menschenhandel. Das betrifft vor allem Kinder aus sehr armen Familien.

Viele Eltern haben keine andere Wahl, weil sie selbst kaum Geld verdienen. So arbeiten manche Kinder, statt regelmäßig zur Schule zu gehen, obwohl es in der Mongolei eine Schulpflicht gibt.

Heute arbeiten schätzungsweise etwa 15–20 von 100 Kindern im Alter zwischen 5 und 17 Jahren regelmäßig mit (aktualisiert 2025). Auf dem Land helfen sogar die meisten Kinder, allerdings meist in der eigenen Familie – was rechtlich anders bewertet wird als gefährliche Kinderarbeit.

Straßenkinder

Während es einerseits in der Mongolei immer mehr reiche Leute gibt, steigt andererseits auch die Zahl der armen Kinder. So leben viele Kinder auf der Straße. Sie betteln oder verkaufen in Bauchläden Kaugummis oder Zigaretten. Manche Kinder putzen Schuhe und wenn es gar nicht anders geht, sammeln sie Müll ein.

Gesundheit und Lebensbedingungen

Die Gesundheitsversorgung hat sich in den letzten Jahren zwar verbessert, trotzdem gibt es weiterhin große Probleme. Noch immer haben etwa 25–30 von 100 Menschen keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser oder Toiletten (aktualisiert 2025).

Auch Unterernährung kommt vor: Rund 5–6 von 100 Kindern sind betroffen (aktualisiert 2025). Eine verbreitete Krankheit ist Rachitis. Sie entsteht, wenn Kinder zu wenig Vitamin D bekommen. Obwohl die Sonne in der Mongolei oft scheint, verbringen viele Kinder – besonders im Winter – zu wenig Zeit draußen oder ernähren sich nicht ausreichend.

letzte Aktualisierung am 04.02.2026