Kambodscha
Wusstest du?
In Kambodscha gibt es viele Nationalparks und Schutzgebiete, die seltenen Tieren und Pflanzen ein sicheres Zuhause bieten. Der größte Nationalpark heißt Virachey National Park und liegt im Nordosten des Landes.
Tierisches Kambodscha!
Tiere in großer Vielfalt
Kambodscha ist ein Land voller Leben – besonders in seinen Wäldern, Flüssen und auf Wiesen gibt es viele Tiere zu entdecken. Forscher haben mehr als 200 verschiedene Säugetierarten gezählt, darunter auch sehr seltene. Zu den größten und bekanntesten Tieren gehören Tiger, Asiatische Elefanten, Bären, Nashörner und Leoparden. Einige dieser Tiere sind leider sehr selten geworden und stehen unter Schutz.
Vogelparadies in Südostasien
Besonders beeindruckend ist die Vogelwelt: Etwa 720 Vogelarten leben in Kambodscha. In den Wäldern, an Flüssen und auf Reisfeldern singen, flattern und jagen Vögel in allen Farben und Größen. Manche von ihnen kann man nur in Südostasien sehen – sie sind also endemisch.
Schmetterlinge in allen Farben
Wie in vielen Ländern Südostasiens, gibt es auch in Kambodscha eine große Vielfalt an Schmetterlingen. Ihre bunten Flügel schillern in allen Farben des Regenbogens. Manche Schmetterlinge sind winzig klein, andere so groß wie eine Kinderhand. Viele von ihnen leben nur wenige Wochen, andere sogar nur ein paar Tage – dafür aber besonders schön!
Die Königskobra ...
Die Königskobra frisst am liebsten andere Schlangen – sogar giftige Arten. Wenn sie sich bedroht fühlt, stellt sie sich auf und spreizt ihren Nacken, um größer zu wirken. Ihr lautes Zischen kann einem ganz schön Angst machen!
Schlangen? Na klar!
Reptilien in Kambodscha
In Kambodscha leben viele Reptilienarten, vor allem in den Wäldern, auf Feldern und an Flussufern. Dazu gehören Geckos, Eidechsen – und natürlich Schlangen! Forschende schätzen, dass es im Land über 80 verschiedene Schlangenarten gibt (Stand: 2025). Die meisten davon sind harmlos, doch einige wenige sollte man besser nicht stören.
Giftige Arten – selten, aber gefährlich
Etwa 15 bis 20 Schlangenarten gelten als giftig oder potenziell gefährlich für den Menschen. Dazu zählen verschiedene Kobras, Vipern und Kraits. Besonders beeindruckend ist die Königskobra: Sie kann bis zu 5,5 Meter lang werden und ist damit die größte Giftschlange der Welt. Diese Art kommt auch in Kambodscha vor, besonders in den tropischen Wäldern.
Kraits, ebenfalls Giftnattern, sind meist nachts aktiv und verstecken sich gut. Ihr Gift ist sehr stark – doch sie beißen nur, wenn sie sich bedroht fühlen.
Schlangen auf dem Teller
In Kambodscha sieht man Schlangen nicht nur in der Natur, sondern manchmal auch auf dem Markt oder Esstisch. In vielen Regionen gehört Schlangenfleisch zur traditionellen Küche. Es wird gebraten, gegrillt oder in Suppen verwendet – ähnlich wie bei Fisch oder Huhn.
Wusstest du?
Wusstest du, dass es früher in ganz Südostasien viele Tiger gab? Heute leben sie fast nur noch in wenigen Schutzgebieten. In Kambodscha gilt der Tiger seit 2016 offiziell als ausgestorben in freier Wildbahn.
Bedrohte Tiger in Kambodscha
Warum sind Tiger in Gefahr?
Tiger gehören zu den beeindruckendsten Raubkatzen der Welt. Doch leider sind sie heute stark vom Aussterben bedroht. Besonders in den 1990er-Jahren wurden viele Tiger gejagt und getötet – vor allem wegen ihrer wertvollen Felle und Körperteile, die auf dem Schwarzmarkt verkauft wurden.
Wie viele Tiger leben noch in Kambodscha?
Heute gibt es in Kambodscha nur noch sehr wenige Tiger. So wenige, dass niemand genau sagen kann, wie viele es wirklich sind. Die meisten Wissenschaftler vermuten, dass es vielleicht gar keine wilden Tiger mehr gibt. Der Grund dafür: Es wurden einfach zu viele getötet. Und wo kaum noch Tiger leben, können auch keine neuen Jungtiere mehr geboren werden.
Die Gefahr durch Wilderer
Selbst die letzten verbliebenen Tiere sind in großer Gefahr. Wilderer stellen ihnen nach, obwohl das verboten ist. Sie legen Fallen aus oder jagen mit Gewehren. Auch die Zerstörung der Wälder, in denen die Tiger leben, macht es ihnen schwer zu überleben.
Wusstest du?
Der Tonle-Sap-See verändert im Laufe des Jahres seine Größe: In der Regenzeit wird er viel größer als in der Trockenzeit. Dadurch entstehen wichtige Überschwemmungswälder, die ein Zuhause für viele Tiere sind.
Der Tonle-Sap-See – Lebensraum für viele Tiere
Im Herzen Kambodschas liegt der Tonle-Sap-See, der größte Süßwassersee des Landes. Rund um den See leben besonders viele Tiere, vor allem Wasservögel. Sie bauen ihre Nester in den Bäumen oder im Schilf und finden im Wasser reichlich Nahrung.
Ein Paradies für Fische – und Fischer
Der Tonle-Sap ist nicht nur für Tiere wichtig, sondern auch für die Menschen. Er gilt als besonders fischreich – es soll dort etwa 850 verschiedene Fischarten geben. Viele Familien leben vom Fischfang, den sie seit Generationen betreiben.
Der seltene Irawadidelfin
Ein besonderes Tier ist der Irawadidelfin. Er lebt nicht im Tonle-Sap, sondern im Mekong, einem Fluss, der durch Kambodscha fließt. Man findet ihn vor allem an der Grenze zu Laos. Der Irawadidelfin wird etwa 2,30 bis 2,70 Meter lang. Er sieht ein bisschen anders aus als die Delfine, die wir aus dem Meer kennen: Er hat eine rundere Stirn und keine spitze Schnauze. In vielen Ländern ist er streng geschützt, weil er vom Aussterben bedroht ist.
Der Sonnenbär
Der Sonnenbär hat eine besonders lange Zunge – bis zu 25 Zentimeter! Damit kann er Insekten aus Ritzen lecken. Wie alle Bären hat er ein gutes Gedächtnis und kann Gefahren schnell erkennen.
Bedrohte Tiere in Kambodscha: Sonnenbär, Kouprey und Siam-Krokodil
Was ist ein Sonnenbär?
Der Sonnenbär, auch Malaienbär genannt, ist ein ganz besonderer Bär. Mit nur etwa 140 Zentimetern Länge und 70 Zentimetern Höhe ist er der kleinste Bär der Welt! Seinen Namen hat er von dem halbmondförmigen, gelben Fleck auf seiner Brust – der sieht nämlich aus wie eine kleine Sonne. Sonnenbären leben in tropischen Regenwäldern, sind nachtaktiv und klettern sehr gut auf Bäume.
Leider sind auch sie vom Aussterben bedroht. In Kambodscha steht der Sonnenbär unter Schutz, doch Wilderer und die Abholzung der Wälder machen ihm das Leben schwer.
Der Kouprey – ein geheimnisvolles Wildrind
Der Kouprey ist ein großes Wildrind, das früher in den Wäldern Kambodschas lebte. Heute ist er so selten, dass viele Forscher glauben, es gebe ihn vielleicht gar nicht mehr. Sicher ist: Der Kouprey ist eines der seltensten und am meisten bedrohten Tiere der Welt. Er wurde bereits 1960 unter Schutz gestellt.
Siam-Krokodile – seltene Reptilien
Auch das Siam-Krokodil ist in Kambodscha heimisch. Diese Krokodilart lebt in Flüssen und Seen, war aber fast verschwunden. Wilderer haben viele Tiere getötet, weil Krokodilleder teuer verkauft wird. Heute gibt es nur noch sehr wenige wilde Siam-Krokodile, und sie stehen unter strengem Schutz.
Bedrohte Tierarten in Kambodscha
| Tierart | Größe | Lebensraum | Gefährdung |
|---|---|---|---|
| Sonnenbär (Malaienbär) | ca. 140 cm lang, 70 cm hoch | Regenwald | stark gefährdet |
| Kouprey (Wildrind) | bis 2 m Schulterhöhe | Wald und Savanne | möglicherweise ausgestorben |
| Siam-Krokodil | bis 3 m lang | Flüsse, Seen, Sümpfe | kritisch gefährdet |
| Irawadidelfin | 2,30–2,70 m lang | Mekong-Fluss | stark gefährdet |
| Indochinesischer Tiger | 2,50–3 m lang | Waldgebiete | in Kambodscha ausgestorben (seit 2016) |

