Japans Flagge Japan

Ist das Bild falsch herum? Nö, die Flughundfamilie findet es so viel bequemer.[ © Welbergen / CC BY-SA 3.0 ]
Flughunde

Was ist ein Flughund?

In Japan leben einige außergewöhnliche Tiere wie zum Beispiel der Flughund. Der Flughund ist ein Säugetier mit einem Kopf, der an einen Hund erinnert. Diese Tiere sehen lustig aus und gehören zu den Fledertieren, zu denen auch die Fledermäuse zählen.

Manche können ihre Flügel bis zu 1,70 Meter spannen, doch es gibt auch noch sehr viel kleinere Arten. Sie schlafen, indem sie den Kopf hängen lassen. Im Gegensatz zu den Fledermäusen machen sie keinen Winterschlaf. In Japan findest du sie insbesondere auf den Ryuku-Inseln, die ganz im Süden von Japan liegen. 

Typisch wildes Japan

Auch der Japanische Schläfer und die Stachelmaus haben auf diesen japanischen Inseln eine Heimat gefunden. Ebenfalls typisch für Japan ist eine bestimmte Affenart mit dem Namen Japanmakak. Dieser Affe besitzt ein rotes Gesicht, als ob er sich immer ziemlich aufregen müsste und wird deshalb auch Rotgesichtsmakak genannt.

In japanischen Wäldern leben Marderhunde und Rotfüchse. Putzige Waschbären findest du ebenso, die manchmal auch Japanischer Dachs genannt werden. Du findest sie auf einigen japanischen Inseln und sie zählen zu den Marderarten.

Typisch für Japan sind die Sikahirsche, die kleiner bleiben als unsere Rothirsche. Sie leben auch außerhalb Japans, zum Beispiel in China, Vietnam, Korea oder im Südosten Sibiriens. Dort sind sie allerdings in ihren Beständen bedroht. Zu den in Japan bedrohten Tierarten zählt die Iriomote-Katze, die nur auf einer kleinen Insel am Ende der Ryuku-Inseln vorkommt. In den japanischen Wäldern leben auch Wildschweine und einige Bären und weitere Affenarten. 

Der Rotgesichtsmakak entspannt sich am liebsten mit der ganzen Truppe in einer mollig warmen Quelle.[ © Yosemite / CC BY-SA 3.0 ]
Japanmakak
Die Sikahirsche fühlen sich in dichten Wäldern am wohlsten, können vor Feinden aber auch gut ins Wasser flüchten, denn sie sind gute Schwimmer.[ © Lilly M / CC BY-SA 3.0 ]
Sikahirsche
Der japanische Dachs genießt die Ruhe in dichten Wäldern, verirrt sich auf Nahrungssuche aber auch mal in Städte.[ © Nzrst1jx / CC BY-SA 3.0 ]
Der Japanische Dachs
Der japanische Riesensalamander ist ein ziemlich scheues Tier. [ © Carcharodon / Gemeinfrei ]
Japanischer Riesensalamander

Der japanische Riesensalamander

Der Japanische Riesensalamander überlebt nur in Japan und kann bis zu 1,50 Meter groß. werden. Hierbei handelt es sich um die zweitgrößte Amphibie der Welt. Du findest ihn ausschließlich auf den japanischen Inseln Kyushu, Honshu und Shikoku und meist an Flüssen und Bächen. Er ist sehr scheu und versteckt sich gerne in Höhlen. 

Der Buntfasan ist das japanische Nationaltier.[ © Alpsdake / CC BY-SA 3.0 ]
Buntfasan

Schlangen und Vögel

Schlangen leben ebenso in Japan. Hier gibt es einige ungiftige Natternarten, aber auch eine gefährliche Giftschlange namens Habu-Schlange. Verbreitet ist sie auf einigen Inseln Japans. Oft lebt sie in den Regionen zwischen den Feldern und dem Wald. Sie ist deshalb gefährlich, weil sie - anders als viele Schlangenarten – recht angriffsfreudig ist und sich wehrt.

Der Staatsvogel Japans ist der Buntfasan, den man an seinem bunten Gefieder leicht erkennt. 

Sieht beängstigend aus, will aber eigentlich nur seine Ruhe: der weiße Hai.[ © Pterantula / CC BY-SA 3.0 ]
Weißer Hai

Die Unterwasserwelt Japans

Im Meer um die japanischen Inseln tummeln sich viele Fischarten. Wale, Delphine und Haie schwimmen ebenfalls in Japans Meeren. Japaner essen sehr viel Fisch. Schließlich leben sie auf einer Insel und sind vom Meer umgeben. Und auf den gebirgigen Inseln gibt es wenig Alternativen und fast keine Viehzucht. Zu den häufigsten Fischarten zählen Sardinen, Makrelen, Lachse und vor allem Thunfische, die allerdings erbarmungslos gejagt werden und deren Bestände immer weiter zurückgehen.

Diese Robbe ist umsonst gestorben, nur damit Menschen massenweise Thunfisch essen können.[ © Gemeinfrei ]
Robbe, Beifang
So sehen Kois aus.[ © Quelle: pixabay.com ]
Kois

Thunfisch

Um den Hunger der Japaner nach Thunfisch zu sättigen, reichen die Bestände nicht aus, so kommt der Thunfisch aus allen Meeren der Welt, um schließlich in Japan zu landen. Auch wenn die Fangquoten mittlerweile erheblich gemindert wurden, gibt es immer noch viel zu viel Thunfisch, der illegal gefangen wird.

Als Beifang gelangen auch immer wieder Delphine, Vögel oder Robben in die Netze der großen Fischkutter. Sie werden also nebenbei gefangen und waren gar nicht das Ziel der Fischer.

Im Süßwasser

Typisch für Japan sind übrigens die Kois, das ist eine spezielle Karpfenart, die in nahezu jedem japanischen Fischteich herumschwimmen. Hierbei handelt es sich allerdings um Zuchtfische, die nur im Süßwasser schwimmen.

Typisch Japan: die Kirschblüte[ © LoggaWiggler / Gemeinfrei ]
Kirschblüten

Japanische Pflanzen

Wer an Japan denkt, denkt an die wunderschön blühenden Kirschbäume in den Japanischen Gärten. Allerdings blühen diese nur zur Frühlingszeit. Wenn die Kirschbäume blühen, feiern die Japaner. Die Blüte des Kirschbaumes ist für sie zugleich ein Symbol für das vergängliche Leben. Gleichzeitig steht die Blüte aber auch für Reinheit.

Eine weitere für Japan bekannte Pflanze ist der Bambus, von dem es allein 300 Arten in Japan gibt. Bambus ist weltweit die Pflanze, die am schnellsten wächst. Manche Bambussorten können einen Meter pro Tag wachsen.

Eine weitere typische japanische Pflanze ist die Kamelie mit ihren roten Blüten, die auch recht hübsch anzusehen ist. Sie gehört zur Familie der Teestrauchgewächse.

Ebenfalls bekannt ist der Japanische Ahorn. Weitere für Japan typische Bäume sind Japanische Pinien, Lärchen, die sehr langsam wachsen, und Zedern. 

Ein Baum in Miniaturform - ein japanischer Bonsai[ © Ragesoss / CC BY-SA 3.0 ]
Bonai-Kunst

Bäumchen in der Schale

Weltberühmt für die Japanische Gartenkunst ist die "Anpflanzung in einer Schale", wie die deutsche Übersetzung des japanischen Begriffs Bonsai heißt. Die Bonsai-Kunst stammt allerdings ursprünglich aus China und gar nicht aus Japan und wurde hier erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführt.

Ein Baum wird so beschnitten und klein gehalten, dass er wie ein richtiger Baum aussieht, nur eben im Miniaturformat. Ganz praktisch, denn in Japan gibt es nur wenig Platz für sehr viele Menschen. Wem es gelingt, einen echten Baum so in Miniaturform zu züchten, gilt in Japan als Meister seines Fachs. So gibt es in Japan 1000 Jahre alte Bäume, ein Alter, das die wenigsten Bäume in der freien Natur erreichen. 

letzte Aktualisierung am 18.05.2020