Sambias Flagge Sambia

Maisbrei

Maisbrei macht satt und ist nicht sehr teuer.[ © DFID / CC BY-SA 2.0 ]
Maisbrei

Sambia ist ein armes Land und kann mit keiner sehr reichhaltigen Küche aufwarten. Wie in vielen süd- aber auch ostafrikanischen Ländern ist das nationale Hauptgericht eine Art Maisbrei. In Sambia heißt dieser Brei Nshima. Vielen Menschen muss das schon genügen und der Brei ist auch eine komplette Mahlzeit.

Wer es sich leisten kann, isst einen Eintopf aus Gemüse dazu. Dabei wird aus dem Brei eine Kugel geformt, in die Mitte eine Vertiefung gedrückt und mit Hilfe dieser Vertiefung dann der Eintopf "gelöffelt". Allerdings immer nur mit der rechten Hand, die linke bleibt anderen "Geschäften" vorbehalten und wird aus Hygienegründen nicht zum Essen verwendet.

Oben rechts siehst du Nshima, allerdings hier nur als Beilage. Dazu gibt es Gemüse und Fleisch.[ © Jpatokal / CC BY-SA 2.5 ]
Nshima

Dieser Eintopf kann aber auch durchaus mit Fleisch angeboten werden. Das kann vom Rind, Schaf, Elefant, Büffel, Warzenschwein bis zum Krokodil oder Affen kommen, jedes Fleisch lässt sich verarbeiten. Auch Fisch gehört in den Eintopf und es gibt Volksgruppen, die Mäuse essen. Diese werden gekocht und getrocknet und schmecken gut.

Für unser Empfinden vielleicht ungewöhnlich, aber es gibt sicher so einiges, was ein Afrikaner in unserer Küche auch sehr eigenartig empfinden würde. Schnecken und Froschschenkel oder lebende Austern rufen bei manchen Menschen auch erst einmal ein "Igitt-Gefühl“ hervor. Auch Termiten oder Raupen kommen in den Kochtopf, sie sind gesund und in Mengen vorhanden, warum sollte man sie nicht essen?

Auf dem Markt gibt es getrockneten Fisch zu kaufen.[ © Quelle: pixabay.com ]
Markt in Sambia

Händewaschen nicht vergessen

Übrigens waschen sich in Sambia alle aus der Familie vor dem Essen erst einmal die Hände. Und hierbei wird eine bestimmte Reihenfolge eingehalten: So beginnt der Vater vor der Mutter und den Kindern, die in der Reihe ihres Alters dran kommen. Mütter nehmen das Essen gemeinsam mit ihren Kindern ein. Sind die Jungs über sieben Jahre alt, dann essen sie mit den Männern und nicht mehr mit ihren Müttern. 

Ein Chefkoch in Kabwe schneidet Gemüse.[ © Francesco Volpi / CC BY-ND 2.0 ]
Sambia, Kabwe

Mehr Vielfalt in den Städten

In den großen Städten des Landes ist die Küche sehr viel vielfältiger. Hierher kommen auch viele Touristen und in den Hotels und Lodges im Land kann man auch nach unserem Standard essen. Auch in den großen Supermärkten des Landes gibt es große Auswahl. Davon unterscheidet sich dann das Angebot auf dem Land, das sehr viel einfacher ist. 

letzte Aktualisierung am 15.05.2020