Sambia
Essen in Sambia: Maisbrei
Sambia ist ein armes Land und kann mit keiner sehr reichhaltigen Küche aufwarten. Wie in vielen süd- aber auch ostafrikanischen Ländern ist das nationale Hauptgericht eine Art Maisbrei. In Sambia heißt dieser Brei Nshima. Vielen Menschen muss das schon genügen und der Brei ist auch eine komplette Mahlzeit.
Wer es sich leisten kann, isst einen Eintopf aus Gemüse dazu. Dabei wird aus dem Brei eine Kugel geformt, in die Mitte eine Vertiefung gedrückt und mit Hilfe dieser Vertiefung dann der Eintopf "gelöffelt". Allerdings immer nur mit der rechten Hand, die linke bleibt anderen "Geschäften" vorbehalten und wird aus Hygienegründen nicht zum Essen verwendet.
Essen in Sambia: Eintopf mit Fleisch oder Fisch
Dieser Eintopf kann aber auch durchaus mit Fleisch angeboten werden. Das kann vom Rind, Schaf, Elefant, Büffel, Warzenschwein bis zum Krokodil oder Affen kommen, jedes Fleisch lässt sich verarbeiten. Auch Fisch gehört in den Eintopf und es gibt Volksgruppen, die Mäuse essen. Diese werden gekocht und getrocknet und schmecken gut.
Für unser Empfinden vielleicht ungewöhnlich, aber es gibt sicher so einiges, was ein Afrikaner in unserer Küche auch sehr eigenartig empfinden würde. Schnecken und Froschschenkel oder lebende Austern rufen bei manchen Menschen auch erst einmal ein "Igitt-Gefühl“ hervor. Auch Termiten oder Raupen kommen in den Kochtopf, sie sind gesund und in Mengen vorhanden, warum sollte man sie nicht essen?
Händewaschen nicht vergessen
In Sambia ist Händewaschen vor dem Essen für viele Familien selbstverständlich. Dabei gibt es oft eine bestimmte Reihenfolge: Zuerst wäscht sich der Vater, dann die Mutter und anschließend die Kinder nach ihrem Alter.
Beim Essen sitzen die Familien ebenfalls nach bestimmten Regeln: Mütter essen gemeinsam mit den jüngeren Kindern, während Jungen ab etwa sieben Jahren mit den Männern zusammen essen.
Mehr Vielfalt in den Städten
In den größeren Städten Sambia ist die Küche deutlich vielfältiger als auf dem Land. Viele Touristen kommen in die Städte, und in den Hotels, Lodges und Restaurants gibt es Gerichte nach internationalem Standard. Auch in den Supermärkten findet man ein breites Sortiment an Lebensmitteln und Produkten. Auf dem Land ist das Angebot dagegen oft einfacher und regional geprägt, da dort überwiegend lokale Produkte verkauft und verwendet werden.
