Angolas Flagge Angola

Chicken muamba

Das Gericht Chicken muamba oder wie es ursprünglich heißt, Moamba de galinha, ist so typisch für Angola, dass manche einfach Chicken Angola oder eben "Hühnchen Angola" dazu sagen. Es enthält viele für Afrika typische Zutaten wie Hühnchen und Kürbis. Gleichzeitig ist es aber recht einfach und vor allem nahrhaft. Dabei schmeckt es ziemlich lecker und es lohnt sich, dieses einfach mal nachzukochen!

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So sehen die Okrafrüchte aus. Sie stammen aus Ostafrika und werden dort als Gemüse viel zum Kochen verwendet. Bei uns findet man sie nicht so häufig, aber man kann stattdessen auch einfach zur Zucchini greifen.[ © Bill Tarpenning / Gemeinfrei ]
Okras

Du brauchst:

Hühnchen1
Knoblauchzehen3
Zitrone1
Brühwürfel1
Salz1 TL
Chilipulver1 EL
Kürbis0,5 kg
Zwiebeln3
Tomaten3
Okra oder Zucchini0,25 kg
Pflanzenölhalbes Glas
Chilischote1

Hühnchen in Afrika

In vielen afrikanischen Ländern isst man gerne Hühnchen und findet das Geflügel als Zutat in so manchem traditionellen Gericht. Der Grund ist einfach: Das Tier lebt dort und wird oftmals von Einheimischen gezüchtet. Momentan ist problematisch, dass große Konzerne aus Europa ihre Hühnchen sehr billig produzieren und dann auch sehr billig an afrikanische Länder verkaufen. Ein afrikanischer Kleinbauer kann bei solchen Preisen nicht mithalten, aber keiner will mehr sein etwas teureres Hühnchen kaufen. So zerstört das billige Hühnchen aus Europa die Wirtschaft vor Ort.

1. Das Hühnchen marinieren

Wenn du dein Chicken muamba kochst, startest du am besten mit dem Auspressen einer Zitrone. Anschließend schälst und schneidest du zwei Knoblauchzehen, die du in einer Knoblauchpresse kleinpresst. Beides vermischst du dann in einem kleinen Schälchen und gibst einen Esslöffel Chilipulver und einen Teelöffel Salz dazu. Umrühren und beiseite stellen.

Jetzt geht es ans Hühnchen. Dieses schneidest du mit einem großen Messer in vier Teile. Dabei lässt du dir aber am besten von einem Erwachsenen helfen. Über das geviertelte Hühnchen kommt dann die Marinade, die du zuvor ja schon zubereitet hast. Damit das Hühnchen den Geschmack optimal annimmt, kannst du die Marinade auch mit den Händen einreiben. Das Hühnchen muss jetzt eine Stunde lang in der Marinade liegen.

2. Das Hühnchen und das Gemüse kochen

Kurz bevor das Hühnchen lange genug mariniert wurde, beginnst du schon mal, das Gemüse vorzubereiten. Dafür schälst und schneidest du die Zwiebeln, die du dann anschließend klein hackst. Außerdem viertelst du die Tomaten. Das Gemüse legst du dann erstmal beiseite und gibst ein halbes Glas Pflanzenöl (zum Beispiel Rapsöl) in einen schweren gusseisernen Topf.

Hier kommen jetzt die Hähnchenteile rein und werden für ein paar Minuten leicht angebraten. Das Geflügel bleibt aber nicht lange alleine im Topf, denn jetzt kommen noch ein bisschen Knoblauch, die Tomaten und Zwiebeln und eine Chilischote dazu. Die Chilischote brauchst du nicht klein zu schnippeln, weil du diese nach dem Kochen wieder rausnimmst. Glaub mir: Da willst du lieber nicht drauf beißen! So, jetzt Deckel drauf machen und eine halbe Stunde bis Stunde köcheln lassen.

3. Der letzte Schliff und das Servieren

Während der Topf vor sich hin brodelt, kannst du den Kürbis schälen, dessen Kerne entfernen und ihn schneiden. Dabei können die Würfelchen ruhig drei mal drei Zentimeter groß und breit sein. Auch die Zucchini beziehungsweise deine Okras werden jetzt verschnippelt. Auch hier muss kein allzu großer Wert auf Feinheit gelegt werden. Zum Schluss noch 250 Milliliter Hühnerbrühe oder einfach einen Brühwürfel mit 250 Milliliter Wasser in den Topf geben. Das Gemüse hinterher, eine Prise Salz dazu und nochmal für 15 Minuten den Deckel drauf. So, jetzt hat das aber mal genug gekocht und du kannst endlich essen! Als Beilage eignet sich Reis sehr gut, den isst man auch in Angola gerne dazu.

Bom apetite!

letzte Aktualisierung am 14.05.2020