Klimawandel weltweit – ein globales Problem
Der Klimawandel betrifft nicht nur ein einzelnes Land – er betrifft die ganze Erde. Hitze, Dürre, Überschwemmungen oder Stürme treten überall auf. Doch: Nicht alle Länder sind gleich betroffen – und nicht alle haben gleich viel zum Klimawandel beigetragen. Deshalb sprechen viele von Klimagerechtigkeit.
Klimagerechtigkeit – was ist das?
Viele Länder, zum Beispiel in Afrika oder Asien, stoßen nur wenig CO₂ aus – leiden aber besonders stark unter den Folgen des Klimawandels. Andere Länder, wie die USA, China oder europäische Staaten, verursachen deutlich mehr CO₂.
Klimagerechtigkeit bedeutet: Die, die mehr zur Erderwärmung beitragen, sollen auch mehr Verantwortung übernehmen – zum Beispiel durch Unterstützung für ärmere Länder.
Wusstest du? 60 Länder verursachen zusammen 90 % der weltweiten CO₂-Emissionen!
Wie versuchen Menschen den Klimawandel zu stoppen?
Der Klimaschutz funktioniert nur, wenn viele Länder zusammenarbeiten. Kein Land kann den Klimawandel allein stoppen – auch Deutschland nicht.
Wie zeigt sich der Klimawandel in verschiedenen Regionen?
Der Klimawandel wirkt sich rund um den Globus unterschiedlich aus:
| Region | Folgen des Klimawandels |
|---|---|
| Afrika | heißere Temperaturen, mehr Dürre, weniger Wasser |
| Asien | starke Regenfälle, Überschwemmungen, Taifune |
| Südamerika | schmelzende Gletscher, Waldbrände |
| Pazifikinseln | steigender Meeresspiegel, Landverlust |
Manche kleine Inselstaaten wie Kiribati oder die Marshallinseln könnten in einigen Jahrzehnten nicht mehr bewohnbar sein, wenn der Meeresspiegel stark steigt.
Der Weltklimarat
Der Weltklimarat (englisch: IPCC) wurde 1988 gegründet. Dort arbeiten Wissenschaftler*innen aus 195 Ländern zusammen. Sie fassen das Wissen zum Klimawandel zusammen – und geben Empfehlungen für Politiker*innen auf der ganzen Welt.
Der IPCC ist sehr wichtig, wenn es darum geht, den neuesten Stand der Klimaforschung verständlich zu machen.
Die Weltklimakonferenzen der Vereinten Nationen
Seit 1995 findet einmal im Jahr eine Klimakonferenz statt, an der 197 Staaten teilnehmen und über die weltweite Klimaschutzpolitik diskutieren. Auch wichtige Vereinbarungen werden hier getroffen. Auch das Kyoto-Protokoll zum Beispiel ist das Ergebnis einer Klimakonferenz. Diese fand 1997 in Kyoto, in Japan, statt. Das Protokoll wurde von 191 Staaten ratifiziert, das bedeutet unterschrieben, darunter allen EU-Mitgliedstaaten sowie wichtigen Schwellenländern wie Brasilien, China, Indien und Südafrika. Die USA hatten übrigens nicht unterschrieben. Ein weiteres Industrieland - Kanada - trat später wieder aus. Obwohl die USA und Kanada sehr viele Treibhausgase ausstoßen, also für den Klimawandel mitverantwortlich sind, haben sie das Protokoll nicht unterschrieben. Umweltschützer kritisierten, dass die Reduzierung zu niedrig ausfalle. Spätere Konferenzen beriefen sich auf das Kyoto-Protokoll. Da der Vertrag 2020 auslaufen sollte, sollte bis 2015 dann ein neues Abkommen ausgehandelt werden. Dies war dan Klimaabkommen von Paris. Weitere Infos findest du auch auf Zeitklicks.de unter Weltklimakonferenz - Klimagipfel- Klimarahmenkonvention.
Kyoto-Protokoll
Hier verpflichteten sich 191 Staaten (bis 2011), weniger klimagefährdende Treibhausgase auszustoßen. Das Protokoll trat am 16. Februar 2005 in Kraft und lief 2020 aus. Es war das erste Mal, dass verbindliche Werte für den Ausstoß von Treibhausgasen festgelegt wurden.
Das Klimaabkommen von Paris 2015
2015 trafen sich die Länder in Paris und machten neue Ziele: Sie wollen die Erwärmung der Erde auf unter 2 Grad Celsius begrenzen – und wenn möglich sogar auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung. Außerdem sollen die Treibhausgase irgendwann zwischen 2045 und 2060 fast null sein.
Das Klimaabkommen von Dubai 2023
2023 trafen sich wieder 197 Staaten in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate). Auch hier ging es darum, wie schnell Länder auf erneuerbare Energien umsteigen – also weg von fossilen Energien wie Öl, Kohle und Gas. Am Ende einigten sich alle Staaten darauf, aus den fossilen Energien auszusteigen, aber es wurde nicht genau festgelegt, wie und wann das passieren soll. Zudem soll ärmeren Ländern geholfen werden, besser mit den Folgen des Klimawandels klarzukommen. Dafür gibt es einen Klimafond – eine Art großer Geldtopf.
Baku (2024)
Die 29. Klimakonferenz fand in Aserbaidschan statt. Dort konnten die Länder ein neues finanzielles Ziel vereinbaren: Sie wollen zusammen mindestens etwa 1,3 Billionen US‑Dollar pro Jahr für den Klimaschutz und die Hilfe für ärmere Staaten mobilisieren. Außerdem haben sie vereinbart, reichere Staaten sollen dabei eine führende Rolle spielen und mindestens 300 Milliarden Dollar pro Jahr bis 2035 bereitstellen
Belém (2025)
Die 30. Klimakonferenz wurde in Belém, Brasilien abgehalten. Die Länder einigten sich darauf, die Hilfe für Entwicklungsländer zu vergrößern, damit diese sich besser an den Klimawandel anpassen können. Es wurde vereinbart, diese Finanzierung zu verdreifachen, damit arme Staaten mehr Geld bekommen. Außerdem gab es freiwillige Pläne, um die Nutzung von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und den Klimaschutz zu stärken – aber diese Pläne sind noch nicht alle verbindlich.
Wie arbeitet der Weltklimarat?
Wie arbeitet der Weltklimarat? Video stammt aus dem Jahr 2021!

