Weißrusslands Flagge Weißrussland

Russland und Weißrussland sind wirtschaftlich eng miteinander verbunden.[ © www.kremlin.ru / CC BY-4.0 ]
Putin und Lukaschenko

Weißrusslands Wirtschaft

Weißrussland hat sich nach den ersten Jahren der Unabhängigkeit wieder Russland angenähert. Marktwirtschaftliche Grundsätze wurden nur vereinzelt umgesetzt. So ist noch immer ein Großteil der Unternehmen in staatlicher Hand. Preise werden staatlich kontrolliert. Russland ist der wichtigste Handelspartner.

Russland verkauft Erdöl und Erdgas zu vergünstigten Preisen an Weißrussland, das die Rohstoffe dann teurer weiter nach Westeuropa verkaufen kann. Sobald Russland seine Preise erhöht, leidet jedoch die weißrussische Wirtschaft. Durch Weißrussland verläuft die Erdölleitung Druschba (das ist Russisch und bedeutet Freundschaft).

Mähdrescher unterwegs in der Nähe von Minsk[ © Unomano / CC BY-SA 3.0 ]
Mähdrescher in Weißrussland

Kartoffeln aus Weißrussland

Landwirtschaft spielt nur eine geringere Rolle. Sie erwirtschaftet 8,1 Prozent und 9,7 Prozent der Beschäftigten arbeiten in diesem Bereich. Angebaut werden vor allem Kartoffeln, außerdem Getreide, Zuckerrüben, Gemüse und Flachs. Viehzucht wird ebenfalls betrieben, vor allem von Rindern, aber auch von Schweinen und Hühnern.

Die Firma BelAZ stellt Großmuldenkipper wie diesen her.[ © Max Bubnovsky / CC BY-SA 3.0 ]
Großmuldenkipper der Firma BelAZ

Baumaschinen, Autos und Reifen

Die Industrie erwirtschaftet mit knapp 40 Prozent einen größeren Anteil an der gesamten Wirtschaft. Hergestellt werden zum Beispiel Baumaschinen, Autos, Armbanduhren, Fernseher, Textilien und Radios. Bergbau gibt es für Kalisalze.

Erdöl hat an den Einnahmen aus dem Export mit rund einem Drittel den größten Anteil. Doch auch Dünger, Traktoren, Kühlschränke, Reifen, Zucker, Käse, Butter und Rindfleisch werden in andere Länder verkauft.

In Salihorsk wird Pottasche (Kaliumcarbonat) gefördert, das dann zu Kunstdünger verarbeitet wird.[ © Homoatrox / CC BY-SA 4.0 ]
letzte Aktualisierung am 08.04.2020